- das war das Motto, unter dem wir 1990 beim 10-jährigen Jubiläum unserer Schule im Schulhof einen Nussbaum pflanzten. Und richtig: Der Baum lebt, er wuchs und wuchs und trägt Früchte. Auch die Realschule wuchs: Von damals etwa 250 erhöhte sich die Schülerzahl auf rund 440. Sie wuchs auch mit den gestiegenen Anforderungen, die die Gesellschaft an eine Schule stellt, und den damit verbundenen Aufgaben. Und sie trägt Früchte: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler erhielten und erhalten eine solide und hochwertige allgemeine Bildung als sichere Grundlage für eine Berufsausbildung oder auch für weiterführende schulische Bildungsgänge. Und sie lebt: Die RSW hat ein eigenes Profil entwickelt, sie hat Traditionen geschaffen, sie verfolgt die neueren Entwicklungen mit kritischem Interesse und setzt sie sorgsam und behutsam um, ohne in hektischen Aktionismus zu verfallen. Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton fand, dass Fortschritt nicht darin besteht, „dass wir in einer bestimmten Richtung unendlich weiterlaufen, sondern dass wir einen Platz finden, auf dem wir wieder eine Zeitlang stehen bleiben können“. Und der deutsche Schriftsteller Manfred Bieler ergänzt: „Wer ununterbrochen vorwärts marschiert, steht die Hälfte seines Lebens auf einem Bein.“ Wir in der RSW sind bestrebt, den Fortschritt wohl dosiert zu steuern und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität.
Wir das sind die Lehrkräfte der Schule, die den Schulbetrieb tragen und den Geist und die Atmosphäre der Schule bestimmen, die in Zu-
sammenarbeit mit Eltern und Institutionen das Bestmögliche für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen streben, die große Anstrengungen unternehmen, um die Schule attraktiv und das Leben in ihr lebenswert zu gestalten, wobei sie natürlich nicht umhin können, auch Leistung von Seiten der Schülerinnen und Schüler einzufordern.
Nach wie vor ist unser Ziel die „humane Schule für Schüler und Lehrer, eine Schule, in der alle Beteiligten fair miteinander umgehen, in der Leistung gefordert und auch honoriert wird und deren Abgänger und Zeugnisse auch von Außenstehenden geschätzt werden“, wie ich schon in der Jubiläumsschrift 1990 formulierte.
In diesem Jahr kann die Realschule Weinsberg auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Wenn eine Schule ein solches Jubiläum feiert, so ist dies für alle ein Grund zur Freude und dankbarer Rückbesinnung.
Der Realschule Weinsberg gratuliere ich zu ihrem Jubiläum und der geleisteten Erziehungsarbeit sehr herzlich.
Als die Realschule Weinsberg mit dem Schuljahr 1980/81 mit 52
Schülern und zwei Klassen den Unterrichtsbetrieb aufnahm, schuf
Weinsberg neue, weit reichende Möglichkeiten.
Als neue, eigenständige Schulart verfolgte die Realschule das Ziel, ihren Schülern sowohl eine solide Allgemeinbildung als auch eine fundierte berufsorientierte Ausbildung mit auf den Weg zu geben.
Die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Realschule Weinsberg ist in hohem Maße dadurch geprägt, dass sich Schulleitung und Lehrer mit großem Engagement den pädagogischen Aufgaben und Herausforderungen stellen und zum Fortschritt der Schule beitra-gen. Die Realschule Weinsberg hat sich so zu einer leistungsfähigen, lebendigen und
kreativen Bildungseinrichtung entwickelt, die über Weinsberg hinaus einen sehr guten Ruf genießt.
Steigende Schüler- und Klassenzahlen in Weinsberg führten in den 90er Jahren zu Raumproblemen, die immer unerträglicher wurden.
Ein Erweiterungsbau war nicht zu umgehen. Nach intensiven Beratungen wurde entschieden, dass ein weiterer Gebäudeflügel für die RS Weinsberg angebaut werden sollte. Die RS Weinsberg erhielt hier 7 Klassenzimmer, einen Handarbeitsraum, einen Raum samt Nebenraum für Bildende Kunst, einen kleinen Raum für Lehreraufenthalt und Lehrmittellagerung und einen stattlichen Technikbereich mit zwei Unterrichtsräumen, einem Maschinenraum und zwei Lagerräumen.
Dafür musste sie allerdings im Hauptgebäude drei Klassenzimmer und ein Klassenzimmer (den früheren Maschinenschreibraum) sowie den bisherigen Handarbeitsraum, den bisherigen BK-Raum und den bisherigen Werkraum samt 2 Nebenräumen abgeben. Außerdem stellte sie der einen seinerzeit auf Anregung der RS Weinsberg eingerichteten Behelfsraum zur Verfügung.
Seit dem Einzug in den Neubau kurz vor Weihnachten 1999 verfügt die RS Weinsberg nun über alle notwendigen Fachräume mit zeitgemäßer Ausstattung sowie über 15 Klassenzimmer bei damals 16 Klassen; die Klassenzahl stieg danach rasch auf 17 bzw. 18 und liegt derzeit wieder bei 16.